|

Das bei uns am
verbreitetste und anpassungsfähigste Wild und zählt zu den Trughirschen.
Je nach Gegend kann sich das Wildbrett nahezu verdoppeln (Sibirisches
Reh).
Das europäische Rehwild
beträgt bei einem ausgewachsenen Bock (männl. Rehwild) durchschnittlich 17
kg, während Gaisen (weibl. Rehwild) aufgebrochen ca. 16 kg wiegen. Die
Kitze (Rehjungen) wiegen im Dezember um die 11 kg.
Das Rehwild ist ein
Einzelgänger und die Böcke suchen sich ein eigenes Revier
(Einstandsgebiet), welches durch Harn markiert und ,während Gaisen
geduldet sind, gegen andere Böcke verteidigt wird. Im Feldrevier hingegen
und im Winter gruppiert sich das Rehwild in so genannte "Sippen".
Dem
Körperbau nach ist das Reh ein "Schlüpfer", es hält sich gerne in
Dichtungen auf. Im Sommer (April bis Mai) hat das Reh eine rotbraune bis
fahle Decke (Fell) im Winter, (ab September), werden diese graubraun. Die
Innenseite der Läufe (Beine) und der Spiegel bleiben immer weiß. Die
Rehkitze haben in den ersten drei Lebensmonaten die berühmten
"Bambi-"flecken. Im August färben sie dann um. Rehe werden bis zu 15 Jahre
alt.
Die Brunftzeit der Rehe hängt sehr von der Witterung ab und spielt sich
zwischen Mitte Juni und Mitte August ab wobei zuerst die jüngeren Gaisen
brünftig werden. Dabei sondern die Gaisen Brunftwitterung ab und lässt
sich dann vom Bock treiben und beschlagen (decken). Dabei wird ein Baum
umkreist, und zwar so heftig, dass rundherum eine Grasnarbe bleibt, die
man "Hexenring" nennt. Trotz Brunft säugt die Gais verlässlich die Kitze
vom Vorjahr. Nach 40 Wochen Tragzeit, wobei 18 Wochen Eiruhe inbegriffen
sind, setzt die Gais (gebärt). Die Eiruhe sichert, dass die Kitze im
warmen Mai/Juni zur Welt kommen.
In den ersten Wochen sind Bock- und Gaiskitze kaum unterscheidbar. Ende
September wird beim Bock der Pinsel und bei der Gais die Schürze sichtbar.
Im Dezember können die Bockkitze bereits kurze Spießchen haben. Die
Abwurfzeit ist zwischen Ende November und Dezember. Böcke zwischen 5 und 7
Jahren haben die stärksten Geweihe, wobei die Bedingungen wie Futter und
Klima für die Geweihbildung nicht unwesentlich sind, das Alter lässt sich
durch das Geweih alleine kaum bestimmen, sondern an der Abnützung der
Unterkiefer.
Da die Geweihbildung hormonell gesteuert wird, wird bei einer
Hormonstörung eine Perücke anstatt des Geweihs gebildet. Wenn der Bock im
Frühjahr den Bast vom Geweih abscheuert, wird das "fegen" und "schlagen"
genannt. Damit markiert er sein Revier durch die Duftdrüsen, die zwischen
den Rosenstöcken liegen.
-
Zurück zur Auswahl - |